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Obdachlosigkeit kann jeden treffen

Andreas Kellner ist seit Oktober Streetworker für das DRK / In einer Unterrichtsstunde spricht er über seine Arbeit / Schüler spenden für Notleidende

Von heute auf morgen alles verlieren und auf der Straße stehen - für die meisten Menschen ist diese Situation wohl kaum vorstellbar. Doch die Realität zeigt: Auch im Sozialstaat Deutschland gibt es Obdachlose und das nicht zu knapp. Streetworker Andreas Kellner ist seit Oktober für das Deutsche Rote Kreuz (DRK) im Einsatz und kümmert sich um Betroffene in Hockenheim. Am Gauß-Gymnasium erzählt er Schülern der Klasse 8 b von seinem Berufsalltag. Diese hatten zuvor beim "Gauß'Vent" Kartoffelchips selbst hergestellt, diese verkauft und so 250 Euro für Obdachlose gesammelt.

Vom Einsatz beeindruckt

Auch Kellner ist beeindruckt von so viel Einsatz. "Es hat mich echt umgehauen, dass sich eine Klasse mit dem Thema Obdachlosigkeit befasst. Mit Menschen, die aus dem System rausfallen", wendet sich der Streetworker lobend an die Schüler. Im Laufe seiner Tätigkeit sei er auf Menschen gestoßen, die seit drei Jahren ein und dieselbe Jeans-Hose tragen - "dank eurer Spende, können solche Leute endlich eine neue Hose bekommen", so Kellner. Die meisten Obdachlosen wohnten in Gemeinschaftsunterkünften, in Hockenheim lebten zurzeit etwa 140 obdachlose Personen ab 19 Jahren.

"Meine Aufgabe ist es, in die Unterkunft zu gehen, und meine Hilfe anzubieten. Helfen dabei, wieder einen Anschluss ins Sozialsystem zu finden", erklärt der 51-Jährige.

»zum ganzen Artikel in © Hockenheimer Tageszeitung von Katharina Schwindt, Dienstag, 16. Mai 2017

15. Mai 2017 12:41 Uhr. Alter: 186 Tage